Ein Halbtag für Führungskräfte, die unter Druck richtig entscheiden müssen.
Es gibt kaum ein Unternehmen, das nicht anständig handeln will. Es gibt Leitbilder, Compliance-Abteilungen und Verhaltenskodizes. Und doch fällt die Entscheidung am Ende nicht im Regelwerk, sondern in einem Menschen, oft spät am Abend, mit unvollständigen Informationen und dem Gefühl, dass jede Wahl etwas kostet. Was dann trägt, kann keine Richtlinie liefern. Es ist eine Fähigkeit, und Fähigkeiten lassen sich üben.
Der Philosoph Harry Frankfurt hat beschrieben, was einen Menschen frei macht: Er hat nicht nur Wünsche, sondern eine Haltung zu seinen Wünschen. Er kann sich fragen, ob er wollen will, was er will. Der Workshop setzt genau dort an, und zwar an zwei Stellen, an denen diese Freiheit im Arbeitsalltag verloren geht.
Die Falle der Klugheit. Wer in jeder Lage den eigenen Vorteil sucht, handelt vernünftig und landet trotzdem dort, wo alle verlieren. Das Gefangenendilemma ist keine Denksportaufgabe, sondern der Normalfall in Organisationen. Souverän entscheidet, wer nach Grundsätzen handelt und nicht nach Kalkül.
Der blinde Fleck. Wir halten uns für gerechter, mutiger und unabhängiger, als wir sind. Sympathien und Selbstbilder entscheiden mit, ohne dass wir es merken. Souverän ist, wer bereit ist, ehrlich hinzusehen, was er tatsächlich tut.
Der Workshop beginnt nicht mit Kant, sondern mit den Entscheidungen, die die Teilnehmenden selbst getroffen haben oder vor sich herschieben. Die Philosophie kommt dort ins Spiel, wo sie hilft, diese Erfahrungen zu durchschauen. Am Ende steht kein Schema, sondern eine geklärte eigene Haltung.
| Für wen | Führungskräfte der ersten und zweiten Ebene |
|---|---|
| Workshop | Halbtag, ca. 4 Stunden, 6–16 Personen |
| Nachgespräche | Vertrauliche Einzelgespräche à 60–90 Minuten, zwei bis vier Wochen nach dem Workshop, auf Wunsch fortlaufend |
| Sprache | Deutsch |
Vertiefung: Im Takt der Maschine
Warum geben wir unsere Freiheit so bereitwillig ab, an den Kalender, an Kennzahlen, an die ständige Erreichbarkeit? Weil der fremde Takt uns von der Last befreit, selbst entscheiden zu müssen. Das Modul macht diese bequemen Abhängigkeiten sichtbar und fragt, wie viel Selbstbestimmung sich im Alltag tatsächlich durchhalten lässt.
Ein ausführliches Exposé schicke ich Ihnen gern.
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